Nono

 

Pastorin Nono Monageng

Unsere Gemeinde hat einige Jahre die jetzige Pastorin Moruti Nono Monageng unterstützt, ihr Theologiestudium abzuschließen.

Sie wurde 1975 in einem kleinen Dorf Khunotswane in Südafrika geboren. Sie ist das zweite Kind von acht Geschwistern. Ihr Vater starb schon früh bei einem Verkehrsunfall. Als einzige aus ihrer Familie hat sie einen festen Platz in ihrer Gemeinde gefunden, in der sie an verschiedenen Stellen mitgearbeitet hat. Dadurch entstand ihr Wunsch, Theologie zu studieren und Pastorin zu werden.

Zu unserer Gemeinde gab es besonders zu den Frauenkreisen regelmäßigen Briefverkehr. 2007 und 2009 hat sie unsere Gemeinde besucht und von ihren Eindrücken in ihrer ersten Gemeinde berichtet. Inzwischen hat sie dort einige Menschen kennen gelernt, mit denen sie die Gemeindearbeit leitet. Seit September 2009 nimmt Pastorin Nono Monageng an einem Magisterstudiengang für interkulturelle Theologie in Hermannsburg teil.
 
 
Pastorin Nono Monageng schreibt aus Südafrika im Beginn 2009
 
Liebe Gemeinde in Seggebruch,

ich grüße Sie alle mit dem Wort aus Matthäus 9,37-38: Jesus spricht "Die Ernte ist groß, darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte schickt." Ich schreibe Ihnen weiter per Brief, da ich noch keinen Computer zur Verfügung habe. Meine Arbeit ist weiterhin hart und eine große Herausforderung. Ich arbeite in zwei Kirchspielen mit 8 Gemeinden. Ich empfinde es stark, dass da zu wenig Mitarbeiter sind, die dabei helfen, Gottes Feld zu bearbeiten. Darum bete ich weiter zu Gott, dass er mehr Mitarbeiter sendet, da zu wenig Theologie Studenten am Lutherischen Theologischen Seminar in Pietermaritzburg studieren. Ich bitte Sie um Ihre Fürbitte in dieser Lage. Gern würde ich noch einmal zu Besuch nach Deutschland kommen und Seggebruch besuchen, da ich viel Unterstützung bekommen habe. Ich danke sehr für die Hilfe und Gastfreundschaft.

In Christus verbunden
Pastorin Nono Monageng
 
 
Dazu schreibt Dr. Angelika Krug:

Nono Monageng
POBox 54
Kanayama Zane
1214

 
Sie wohnt in Knayamazane, ihrer größten Gemeinde. Es liegt nahe an der Grenze zu Mozambique, eine große Location mit vielen Sprachen. Ich war dort bei der Ordination. Eine weitere Gemeinde ist in der Stadt Nelspruit, wo weniger aber gebildete wohlhabendere Menschen leben. Der dritte Ort ist ein kleines armes Dorf. Am meisten macht ihr Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit Spaß. Die Jugendlichen haben einen guten Draht zu ihr, da besteht Vertrauen! Beim Kirchenvorstand hat sie Respekt für sich und ihre Ziele aufgebaut. Die größte Not: Aids und Geldmangel in der Kirche und sehr wenige Pastoren. Sie hat hohe Finanzvorgaben von der Leitung für ihr Kirchspiel. Wenn sie weniger Spenden "einnimmt", wird ihr Gehalt drastisch gekürzt. Das ist leider immer so. Soviel in Kürze. Januar 2009.

Seit 2003 studierte Nono in Pietermaritzburg Theologie. Nach der Schließung der lutherischen Ausbildungsseminare war dies die einzige Möglichkeit, Pastorin zu werden. Die Studiengebühren sind hoch, monatlich ca. 120 €- Geld, das ihre Familie nicht aufbringen konnte.

2004 schreibt sie: "Viele Menschen sagen mir, ich hätte die falsche berufliche Laufbahn gewählt. Denn als Pastorin in Südafrika ist der Verdienst nicht gesichert. Aber ich habe keine Karriere gewählt, sondern ich folge dem Ruf Gottes: einem großen Geschenk, das ich empfangen habe. Meine Entschlossenheit wird oft auf die Probe gestellt, wenn man mir sagt, dass der Weg der Christen ein sehr schwerer Weg ist. Dennoch möchte ich mich dieser Herausforderung stellen und den Menschen ein guter Hirte sein. Ich weiß, dass Gott mir auf meinem Weg immer zur Seite stehen wird. Denn Gott liebt die Menschen. Darum möchte ich Pastorin sein."

2006: Nono Monageng hat ihr theologisches Examen in Pietermaritzburg bestanden und ist nun "Bachelor of Theology". Wir hatten eine sehr schöne Examensfeier mit ihr bei uns in der Communität in Mafikeng. Wir feierten gleichzeitig Angelika Krugs Geburtstag. Beide zusammen zu befeiern ist bewegend: Vor 17 Jahren nämlich war Nono Konfirmandin in Khunotswane, wo Angelika ehrenamtlich den Unterricht gab! Nono ist damit nicht einmal Vikarin. Sie muß noch ein einjähriges Gemeindepraktikum machen, in dem sie noch auf unsere Unterstützung angewiesen ist. Das Praktikum macht sie in der Gemeinde Bobuampya. Deren Kirche wurde 1980 beim ersten Schaumburg-Lippischen Baueinsatz errichtet!