Gospelchor

 
Nach einem tollen Gospelchor-Projekt Herbst 2011 entstand die Idee,
einen eigenen Seggebrucher Chor zu gründen. Diese Idee wurde kurzerhand
im Januar 2012 in die Tat umgesetzt. Der Gospelchor trifft nun also bereits
seit mehreren Jahren, und es gab schon viele tolle Aktionen und Konzerte.

Aktuell treffen sich um die 30 interessierte Sängerinnen und Sänger
immer montags um 20 Uhr zum Üben im Konfirmandenraum.
 
Ansprechpartner für den Chor ist Günter Kirchhoff.
Er ist unter gpjrkkirchhoff@t-online.de zu erreichen.

Wer Lust hat mitzumachen, ist herzlich willkommen!
 

 

Interview mit Katharina Kühn, seit Januar Leiterin des Gospelchors
„Die Schaumburger sind etwas Besonderes”

 

Steckbrief

- Katharina Kühn

- Jahrgang 1988

- Gebürtig aus Niedernwöhren

- Lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter Sophia in Heuerßen

- Sopranistin

 

Sie haben Gesang studiert, waren in Bremen, Lübeck, Dresden, Rostock… Wie kam die Musik in Ihr Leben?
Katharina Kühn: Schon ganz früh! Mit sechs Jahren habe ich durch meine Tagesmutter das Keyboard entdeckt und war sofort fasziniert. Ich habe meine Eltern bekniet und gebettelt, dass ich Unterricht nehmen darf. Später kam dann das Klavier dazu.

Und der Gesang…
Richtig. Das ist ein bisschen lustig, aber ich war ein wahnsinniger Fan der Kelly Family und habe deren Songs rauf und runter gespielt und gesungen. Dabei fiel auf, dass ich fürs Singen offenbar eine Begabung habe. So nahm das seinen Lauf.

War gleich klar, dass Sie es zu Ihrem Beruf machen würden?
Absolut nicht! Ich hatte keine Ahnung, was ich nach dem Abi studieren sollte. Es kamenviele Dinge in Frage. Ich wusste aber, dass ich eines auf keinen Fall wollte: mir irgendwann vorwerfen, es nicht mit dem Singen versucht zu haben. Also habe ich mich in Bremen beworben – und wurde genommen.

Aktuell sind Sie in Elternzeit und nicht am Volkstheater in Rostock – was für ein Glück für uns! Sie haben Zeit für den Gospelchor!
Ja, das freut mich auch wirklich sehr! Ich wurde so nett aufgenommen hier, gleich beim „Schnuppern“ im Herbst. In die Babypause wurde ich mit Blumen und vielen lieben Wünschen verabschiedet, das hat mich echt gerührt.

Sind Ihnen Gospel genauso lieb wie die Bühnen, auf denen Sie als Sopranistin stehen?
Gospels berühren mich sehr. Die ruhigen Stücke ebenso wie die mit ganz viel Power. Ich habe schon mehrere Chöre geleitet, und auch in meiner Konfi-Zeit in Meerbeck war ich in einer tollen Gemeinde aktiv. Diese Gemeinschaft
und die Musik empfinde ich als große Bereicherung. Außerdem macht es irrsinnig viel Spaß! Ich freue mich aber genauso sehr darauf, nach den Osterferien auch den Jugendchor zu übernehmen.

Wie musikalisch ist denn Ihre Familie?
Einer meiner Professoren hat früher immer gesagt: „Katharina, achte darauf, dass du die beste Sängerin in der Familie bist!“ Ich würde sagen, er muss sich keine Sorgen machen. Mein Mann kann andere Dinge wirklich gut. Und meine Tochter ist ja erst wenige Wochen alt – da wage ich keine Prognose.

Sie sind durch Studium und Engagements viel herumgekommen. Was verbindet Sie mit Ihrer Heimat?
Schaumburg – und die Schaumburger – sind schon etwas Besonderes, denke ich. Wenn ich jetzt sage, wir sind einfach ein nettes Völkchen, dann klingt das vielleicht flapsig, aber ich meine das sehr liebevoll. Es gibt hier einen besonderen Zusammenhalt. Mein Freundeskreis besteht zum Beispiel seit Kindertagen.
Auch nach Seggebruch habe ich eine enge Verbindung, weil ein Teil meiner Familie dort lebt. Und selbst wenn ich in den letzten Jahren manchmal nur auf Stippvisite beim Osterfeuer oder zum Erntefest in meiner Heimat war – ich wurde immer so herzlich empfangen, als sei kein Tag vergangen. Vielleicht habe ich auch deshalb einen Schaumburger geheiratet…